Projekt

Computertechnologie zur Bewusstseinsbildung

Elementarer Bestandteil eines präventiven Hochwasserschutzes ist die gezielte Aufklärungsarbeit betroffener Bevölkerungsgruppen sowie die Aus- und Weiterbildung von Experten (z. B. Architekten, Ingenieure). Die bestehende Vielzahl anschaulich aufbereiteter Schriften (z. B. Hochwasserschutzfibel) bildet eine solide Grundlage und einen wichtigen Bestandteil der Sensibilisierungsarbeit. Diese muss jedoch auch neue Wege beschreiten, um möglichst viele potenziell vom Hochwasser Betroffene sowie Entscheidungsträger erreichen zu können.

Die neueste Computer-Game-Technologie kann als ein wirkungsvolles Medium zur Visualisierung wissenschaftlicher Kompetenz eingesetzt werden und sowohl für fachfremde Nutzer, als auch für Experten wichtige Informationen und Einsichten zur Hochwasserthematik transportieren.

Als hervorragendes Beispiel kann hier das von der Hochschule RheinMain in Wiesbaden entwickelte und vom Land Rheinland-Pfalz finanzierte Spiel SchaVIS (SchadensVISualisierung) dienen. Dieses Computerspiel zur Visualisierung von Hochwasserschäden an Gebäuden führt Interessierte spielerisch an die Thematik der Hochwasservorsorge heran. In vier Szenarien kann der Spieler innerhalb von jeweils etwa 20 Minuten die Vermeidung von Gefahren für Leib und Leben, Ressourcenplanung sowie Möglichkeiten der Bau- und Eigenvorsorge lernen.

Ein weiteres interessantes Projekt aus dem Bereich des Game Based Learning ist das Projekt „SeCom2.0 – Serious Community 2.0 prevent flooding“,  das am Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie der RWTH Aachen mit Unterstützung des HKC sowie weiterer nationaler und internationaler Partner entwickelt wurde. Bei diesem IT-gestützten Projekt handelt es sich um eine webbasierte Wissensplattform in Kombination mit einer Serious Games Komponente, die dazu dienen sollen, Wissen an Experten zu vermitteln, dieses zu teilen und einzusetzen.

HKC-Mitglied Prof. Heribert Nacken (RWTH) über die Vor- und Nachteile der digitalen Lehre