HKC - HochwasserKompetenzCentrum e.V.
 
Köln, den 15.07.2019
 
 

Newsletter 2018 / Nr. 4

Special zum Hochwasserpass

 

Liebe Freunde & Förderer - liebe Kooperationspartner & Kollegen -

im allgemeinen Endspurt zum Jahresende, und ja, auch im Schatten der Weltklimakonferenz:
Wir freuen uns wieder einmal danke sagen zu können! Danke für das so vielfältige, tatkräftige und wirkungsvolle Engagement!

Jeder von uns weiß um die Dringlichkeit, - weiß, was sich hinter dem bloßem Euphemismus `Klimawandel` zusammenbraut - was also auf uns, unsere Umgebung und Gesellschaft zukommt. Die Einsichten, die wir als Insider haben, werden wir weiterhin zur Weiterentwicklung unserer Klimaanpassungstrategien mit dem Fokus auf individuellen Schutz vor Hochwasserinzidenzen einsetzen.

Aus diesem Anlass freuen wir uns, Sie heute durch den HKC-Newsletter über aktuelle Themen aus dem Projekt Hochwasserpass zu informieren.

 

Schwerpunkte:

  • Ausbau des deutschlandweiten HWP-Expertennetzwerkes
  • kommunale Hochwasser-Bewusstseinskampagne
  • national/internationale Kooperationen  

Der Hochwasserpass:

volle Funktionalität - Volle Fahrt voraus!

Viel Grundlegendes haben wir im Laufe der Jahre geschafft. Nicht umsonst hat sich das HKC e.V. als führende Institution auf dem Gebiet der individuellen Gebäudeprävention vor Hochwasserschäden herauskristallisiert. Maßgeblicher Baustein: die systematische Entwicklung des Hochwasserpasses zur Anwendungsreife in allen Grundstücks- und Gebäudekategorien mit technischer Matrix zur Analyse und Evaluierung. Genau diese fundiert funktionierende Spezifizierung war uns wichtig, um 2019 in die nächste Phase zu gehen: die des breitflächigen Networkings.

 

Deutschlandweit:

Das Hochwasserpass-Sachkundigen Netzwerk

Im Vorfeld hatten wir bereits im kleineren Rahmen Fachleute zu Hochwasser-Pass-Sachkundigen ausgebildet und bei ihren ersten aktiven Operationen mit echter Klientel begleitet. Dies nicht allein mit dem Zweck, die Beta-Version des Hochwasserpasses in der Praxis zu erproben und zu optimieren, sondern genauso auch die Ausbildung der HWP - Sachkundigen selbst. 
Dergestalt vorbereitet konnten wir 2018 gleich vier komplett ausgebuchte Schulungen zur Qualifizierung `geprüfter Hochwasser-Pass-Sachkundiger` durchführen. Mit dem Jahresabschlussergebnis: Deutschlandweit sind über einhundert HWP-Sachkundige aktiv bei der Umsetzung und Ausstellung der Hochwasserpässe. Dabei sind auch in einer Inhouse-Schulung 24 AXA-Versicherung-Ingenieure ausgebildet worden, weitere sollen in 2019 folgen. Doch auch Versicherer von ERGO, Provinzial, R+V, Greensurance und der Sparkassenversicherung sind Hochwasserpass-Sachkundige. Die Waldenburger-Versicherung finanziert auch den Hochwasserpass.
Darüber hinaus wurde eine Kooperation mit dem Bundesverband „Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker“ geschlossen. Energieberater können so mit definierten Voraussetzungen Hochwasserpass-Sachkundige werden – wir freuen uns, dass schon viele Energieberater/innen Hochwasserpass-Sachkundige/r sind.
Der Ausbau des HKC-Sachkundigen-Netzwerkes für das kommende Jahr 2019 war bereits durch Kooperationsgespräche fest eingeplant. Dies deckt sich nunmehr mit der wachsenden Nachfrage seitens der potentiellen Teilnehmer/innen. Von allen Seiten bestärkt, arbeiten wir entsprechend motiviert an der Kapazitätserweiterung für die Schulungen. Termine und Orte werden im kommenden Frühjahr bekanntgegeben. Folgende Schulungstermine stehen bereits fest:

19./20.03.2019 in Hennef
05./06.11.2019in Berlin

 

Brücken zu den Bürgern:

Kommunen, Verbände und Bundesländer

Aktuell initiiert das HKC für die Stadt Bonn eine Kampagne zur Bewusstseinsbildung der Bonner Bürger/innen mit dem Ziel sich des steigenden Gefahrenpotentials von Hochwasserereignissen gewahr zu sein und daraus resultierend aktiv die geeigneten Selbstvorsorgemaßnahmen am Eigenheim zu ergreifen, - ggfs. unter Zuhilfenahme der Mittel und Möglichkeiten des HKCs.
Eine Premiere also für den Hochwasser-Pass: Erstmalig wird er in Deutschland auf kommunaler Ebene eingeführt! Durch das ausgebaute Partner-Netzwerk liefert der HKC den Kommunen ebenfalls erstmalig den Schlüssel zur Aktivierung: Eine bereits in anderen Kontexten bewährte Kommunikationslösung für die Kampagne, auf deren Umsetzung im Jahr 2019 wir uns sehr freuen!

Diese von uns entwickelte Kommunikationsstrategie soll bald in ähnlicher Weise von Verbänden, Kommunen und auch Bundesländern effizient eingesetzt werden können: Zielgenau an der Stelle, an welcher sie am meisten benötigt wird - nah am Bürger. Denn es ist die aktive Einbindung der einzelnen Bürger welche zur Erhöhung der gesamten Resilienz gegenüber Starkregen- und Hochwasserereignissen führt -  wirksam und nachvollziehbar messbar. Die Kampagne wird von einer Arbeitsgruppe des geografischen Instituts der Universität Bonn wissenschaftlich begleitet. Somit ist sichergestellt, dass die Vorgehensweise und der Erfolg des innovativen Projektes gut dokumentiert der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden kann.

Darüber hinaus steht das HKC mit den jeweiligen Zuständigen aus mehreren Bundesländern in Gesprächen, ‎um den Hochwasserpass in Kooperation auf Landesebene auszurollen. Dazu hat der HKC HWP-Varianten entwickelt, um bei Bedarf auch einen individuellen Auftritt, etwa eines beteiligten Bundeslandes, zu ermöglichen. Die aufwendig entwickelte technische DNA des Hochwasser-Passes zur sicheren IST-Bewertung der potentiellen Hochwasser-Gefahr am eigenen Standort/Eigenheim als auch die Maßnahmen-Empfehlungen können dabei übernommen werden. 

  

Floodlabel: Hochwasserpass International

Unsere Aktivitäten werden schon seit Längerem auf internationalen Fachkonferenzen genauso wie auf der internationalen politischen Ebene mit großem Interesse wahr- und aufgenommen. Als Flood Resilience Research & Development Center sind wir immer wieder um Rat und Unterstützung angefragt – so wurden wir von der Workgroup Flood der EU-Kommission eingeladen, um den Hochwasserpass den EU-Ländern vorzustellen. Entsprechend haben wir uns zunehmend damit beschäftigt den Hochwasserpass für andere Einsatzbereiche auf diesem Planeten weiter zu entwickeln und zielgenau einzusetzen. Auch eine internationale Namensanpassung ist erfolgt: Floodlabel. 2018 haben wir den Online-Auftritt von www.floodlabel.com realisieren können. Kurz darauf erfolgte die offizielle Unterstützung des Floodlabels seitens der UNESCO – Centrum für Wasserressourcen und globaler Wanndel. Auch laufen zurzeit Forschungsanträge zur Anwendung des Floodlabels in Ghana (mit dem geografischen Institut der Universität Bonn) und im Iran (mit dem IWW der RWTH Aachen).

Natürlich, wie auch schon in den vorherigen HKC-Newslettern beschrieben, läuft das europäische JPI-Projekt Floodlabel mit den Niederladen, Belgien und Österreich auf Hochtouren und wird bald weitere wertvolle Erkenntnisse zum Thema Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung bringen.

Last but not least:

 

Der zusammengefasste Rückblick auf 2018 mit den kleinen Ausblicken auf 2019 lassen leicht nachvollziehen: Nur Dank Ihrer eingangs bereits erwähnten gesammelten Kräfte war es möglich, nicht nur in so kurzer Zeit so viel weiter vorwärts zu kommen, sondern auch schon für das kommende Jahr maßgebliche Weichen zu stellen und Ziele zu setzen! Und mit den besten Wünschen für eine glückliche Festtagszeit freuen wir uns mit Ihnen, bald darauf mit neuen Kräften neue Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

 

 

Wir wünschen Ihnen erholsame Festtage und einen guten Start ins Jahr 2019!

Der reguläre Newsletter folgt dann im Januar 2019.


Herzliche Grüße aus der Geschäftsstelle:

      Georg Johann                 Jutta Lenz

    Geschäftsführer         Stv.Geschäftsführerin

 

       Silke Felsch                   Lea Steyer

 HKC-Geschäftsstelle       Studentische Hilfskraft

                                                                

HochwasserKompetenzCentrum e.V.

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