09.07.2018

Aufruf zur Teilnahme an einer Umfrage zum Thema Starkregenrisikomanagement und Starkregenmodellierung

Wie schützen Sie Ihre Kommune vor Starkregen?

Aufruf zur Teilnahme an Umfrage zum Starkregenrisikomanagement und Starkregenmodellierung

Christiane Pyka, M.Sc. RWTH Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie RWTH Aachen University https://soscisurvey.de/Starkregen/

Die Anpassung an den Klimawandel und hydrologische Extreme in Form von Starkregen stellen derzeit eine große Herausforderung der deutschen und internationalen Wasserwirtschaft dar. Besonders interessant sind neben den aktuellen Managementansätzen zum Umgang mit der Verantwortungsfrage sowie der Koordinierungs- und Entscheidungsprozessen, die geplanten und umgesetzten Maßnahmen.

Beim Umgang mit Starkregen werden, durch die vielfältigen und variablen Auswirkungen, unterschiedliche interdisziplinäre Akteure gleichzeitig angesprochen. Deshalb ist die Grundlage eines erfolgreichen Starkregenrisikomanagements eine enge Zusammenarbeit zwischen kommunalen Einrichtungen, Ingenieur- und Planungsbüros, wasserwirtschaftlichen und planerischen Dienstleistern sowie der privaten Ebene. Entsprechend ihrer zentralen Rolle im Hochwasserschutz wird die Koordinierung häufig zunächst der Wasserwirtschaft zugesprochen. Da die Interdisziplinarität im Starkregenrisikomanagement, aufgrund der komplexen Wirkzusammenhänge und der unmittelbaren Konkurrenzsituationen zu anderen Belangen (z.B. der Barrierefreiheit), noch stärker im Fokus steht als vergleichsweise bei Flusshochwasser, ist es denkbar, dass sich die derzeitige Wichtung der Koordination verschieben, oder auf mehrere Akteursbereiche diversifizieren wird.

Erste Bemühungen diese Verantwortungsfrage zu beantworten gibt es durch Leitfäden auf Landesebene und durch technische Regelwerke (z.B. der DWA und BWK). Unabhängig davon werden in der Praxis bereits Projekte und Maßnahmen auf individueller, kommunaler Ebene konzipiert und durchgeführt, welche die derzeit möglichen Konzepte und Strategien des kommunalen Starkregenrisikomanagements abbilden. Hierbei zeigen sich unterschiedliche strategische Ansätze und verschiedene Wichtungen der beteiligten Akteure.

Um den aktuellen Stand der Maßnahmenplanung und -umsetzung auf kommunaler Ebene zu analysieren, wurde im Rahmen interner Forschungsarbeiten am Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie der RWTH Aachen University wurde ein Online-Fragebogen entwickelt. Ziel der Untersuchung ist es, die angewendeten Strategien im Rahmen des Starkregenrisikomanagements zu identifizieren und zu analysieren.  Auch sollen die bei der Konzeption und Umsetzung dieser Maßnahmen, die tatsächlich beteiligten, interdisziplinären Akteure inklusive der verwaltungsinternen und -externen Prozesse, ermittelt werden. Darüber hinaus werden der Modellierungsablauf und die Abbildung potenzieller Maßnahmen untersucht.

Zielgruppen des Fragebogens sind alle beteiligten Fachverwaltungen beispielsweise der Wasserwirtschaft, Stadtplanung, Straßen- und Verkehrsplanung sowie Ingenieur- und Planungsbüros mit Projektbezug zum Thema Starkregen. Die Bearbeitung des Fragebogens sollte eine Dauer von ca. 15 Minuten in der Regel nicht überschreiten. Sämtliche gesammelte Daten werden anonym behandelt und lediglich zu internen Forschungszwecken verwendet.

In einer zweiten Phase sind vertiefende Interviews geplant. Wenn Sie daran interessiert sind, bitte ich um eine E-Mail an Christiane Pyka (pyka@lfi.rwth-aachen.de).

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Den Fragebogen finden Sie unter dem Link: https://soscisurvey.de/Starkregen/


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